Der Löwenzahn- Regionalgeld fürs Gemeinwohl

Da ein Regionalgeld nicht in zwei Worten erklärt ist, holen wir etwas weiter aus, denn um den Sinn in einem Regionalgeld zu sehen muss man das Geld an sich verstehen. Wenn wir es schaffen, dass viele das Wesen des Geldes verstehen, so kann es uns auch dienen.

Über das Geld im Allgemeinen

Was ist Geld?

Geld ist ein Tauschmittel! Erst einmal nicht mehr und nicht weniger. Es ist (und war schon immer) dazu da, den direkten Tauschhandel und all seine Nachteile zu ersetzen. Mit dieser Funktion als Tauschmittel ist es ein öffentliches Gut.

 

Wie bekommt Geld seinen Wert?

Geld bekommt seinen Wert durch das Vertrauen der Nutzer. Man könnte statt Euro auch in Muscheln bezahlen, wenn das Vertrauen beim Bezahlen da ist, für diese Muschel auch etwas anderes Eintauschen zu können.

Dass Geld eine "Golddeckung" braucht ist ein Trugschluss, dem schon viele auf den Leim gegangen sind.

 

Wer kann Geld machen?

Die Versorgung mit dem Tauschmittel „Geld“ ist eine öffentliche Aufgabe. Es ist daher in der Verantwortung des Staates diese Versorgung sicher zu stellen. Unser Staat (und auch fast alle anderen Staaten) hat diese Aufgabe an die EZB (Europäische Zentral Bank) oder anderen Zentralbanken delegiert. Es wird jedoch sehr sehr wenig neues Geld erschaffen, da zu viel neues Geld zu einer Inflation führen würde wie wir sie bei der Reichsmark erleben konnten. Es findet in den allermeisten Fällen lediglich eine Umverteilung (Tausch des Geldes) statt.

Kann Geld sich vermehren?

Nein, Geld kann kein neues Geld machen! Oder können etwa Straßen neue Straßen machen? Es ist und bleibt ein Tauschmittel. Eine Vermehrung von Vermögen ohne, dass eine Leistung (Arbeit) erbracht wird ist nicht möglich. Aber was ist dann mit dem Zins? Vermehrt sich hier nicht das Geld? Nein, denn für jeden €, der an Zins ausgezahlt wird muss irgendjemand irgendwo einen € an Zins bezahlen, heißt dieser Zinszahler erbringt die Arbeit für den Zinsempfänger.

 

Was ist Zins und wie wird er gerechtfertigt?

Hierzu muss man weiter ausholen. Das Tauschmittel Geld wurde geschaffen, um den Tauschhandel zu ersetzen. Es brachte den Vorteil, dass ein Fischer, der sich ein Haus bauen wollte, die Handwerker nicht mehr mit großen Mengen Fisch bezahlen musste (welche beim Handwerker ja dann schlecht geworden wären). Er konnte seinen Fisch nun an viele Menschen verkaufen und die große Handwerkerrechnung mit Geld bezahlen. Dies hatte den Vorteil für den Handwerker, dass sein Lohn nicht schlecht werden konnte. Er konnte also einen Sommer arbeiten und den nächsten Winter über von dem Erarbeiteten leben. Wer nun aber mehr arbeitete als er ausgeben konnte, der behielt das Geld einfach und führte es nicht mehr dem Wirtschaftskreislauf durch Einkaufen zu. Die somit unbewusst herbeigeführte Verknappung des Tauschmittels lässt die Preise steigen und lässt Armut und Elend entstehen. Um das zu verhindern bettelt die Bank (welche ja für die Versorgung mit dem Tauschmittel zuständig ist) die „Geldbesitzer“ an ihr Geld doch dem Markt wieder zur Verfügung zu stellen und bezahlt ihnen Zinsen. Über Kredite kommt das Geld dann wieder auf den Markt und hält dadurch unsere Wirtschaft am Laufen. Doch die Bank muss die ausbezahlten Zinsen auch irgendwie wiederbekommen. Also verlangt sie diese vom Kreditnehmer. Dieser trägt außerdem auch noch viele andere Kosten der Bank.  Und somit ist der Zins gerechtfertigt. Oder etwa doch nicht?

Warum brauchen wir ein neues Geld?

Unser Geldsystem ist so aufgebaut, dass es (über die Zinsen) zu einer Umverteilung des Geldes von Arbeitenden Menschen zu Reichen Menschen führt. Da die allgemeine Kaufkraft schrittweise sinkt kommt es dann kurz- oder mittelfristig zum Kollaps der Wirtschaft, dieser Kollaps hat dann für 90% der Menschen sehr negative Auswirkungen. Es gibt massive Arbeitslosigkeit und dadurch bedingt natürlich Armut. In Deutschland haben wir ein Sozialsystem, das uns verspricht aufzufangen, wenn es zur Arbeitslosigkeit kommt. Doch wenn es zu viele Arbeitslose werden wird auch dieses System nicht mehr greifen, denn dann ist es nur noch durch neue Staatsschulden finanzierbar und dadurch werden wieder 90% der Bevölkerung über Steuern belastet.

 

 

Doch wer sind diese 90% und wer die restlichen 10%. Zu den 90% zählen alle Normalverdiener, die Arbeiten gehen und nicht allein von den Zinserträgen ihres Geldes leben können. Jeder für den das zutrifft gehört zu den Krisen-Verlierern, da er durch weniger Geld auf dem Markt auch weniger Arbeit hat und somit seinen Lebensstil nicht mehr so fortsetzen kann.

 

 

Die 10% ist die Bevölkerungsschicht, die so viel Geld hat, dass sie dieses nicht mehr ausgeben können und bei denen der Kontostand auch ohne jegliche Arbeit wächst und wächst. Ihr Einkommen ist nicht etwa an die Wirtschaftliche Lage der Nation gekoppelt, sondern bleibt immer gleich. Im Gegenteil, wenn weniger Geld auf dem Markt ist können sie für ihr Geld noch höhere Zinsen bzw. Renditen bekommen. Und diese Zahlungen werden anstandslos aus der Staatskasse oder von den Privaten Kreditnehmern bezahlt, um den totalen Kollaps zu verhindern.

 

Die Idee des "Löwenzahns"

Wir schaffen für Leutkirch und Umgebung (Gebiet steht noch nicht fest) eine eigene Währung, die ihre „Gewinne“ nicht aus Zinsen oder Renditen, sondern aus dem Wertverlust der Währung selbst generiert. Vorschlag für den Namen der Währung ist „Löwenzahn“, da dieser gut zur Leutkircher Region passt. Das Regionalgeld kann aber auch einen anderen Namen erhalten. Im weiteren Verlauf wird aber von Löwenzahn oder „LZ“ gesprochen.

 

 

Die „Gewinne“ werden zum überwiegenden Anteil dem Gemeinwohl zugeführt und von verschiedenen Vereinen so schnell und unkompliziert wie möglich wieder der Wirtschaft zugeführt.

Dabei kann jeder Nutzer entscheiden welchem Projekt / Verein seine Gebühren zufließen sollen.

 

Um einen Anreiz für den Gebrauch des Löwenzahns zu schaffen wird beim Umtausch in Löwenzahn 1% mehr ausbezahlt. Dieses % fällt jedoch pro Abrechnungszeitraum nur für eine Bestimmte Summe an (z.B. die ersten 1000€ Umtausch) danach ist der Tausch 1/1 von € in LZ.

 

 

Verwaltet wird die Währung vom HANaBet e.V. in zusammenarbeit mit der Regios e.G. die das Rechenzentrum stellt und Zahlungen möglich macht. Diese Institute erhalten für ihren Aufwand eine Entschädigung („Anteil am Gewinn“). Da beide Organe nicht Gewinnorientiert sind fließt das Geld wieder Gemeinwohlfördernden Projekten zu.

 

-          Der Löwenzahn ist ein freiwilliges Zahlungsmittel, jeder kann, muss aber nicht daran teilnehmen.

 

-          Der Löwenzahn kann nicht gewinnbringend angelegt werden. (Spekulation wird verhindert). Zinsen machen keinen Sinn mehr.

 

-          Der Löwenzahn verliert in festgelegten Zeiträumen an Wert. (z.B. jeden Monat oder jedes Quartal) diese Zeiträume nennen wir Abrechnungszeiträume.

 

-          Der Löwenzahn kann nicht, oder nur unter Verlust, gespart und somit der Wirtschaft vorenthalten werden. (Außnahme ist man stellt sein Geld einem anderen Wirtschaftsteilnehmer zur Verfügung)

 

-      Der Wertverlust ("Gewinn") kommt wie oben beschrieben dem Gemeinwohl zugute.

 

Die Unterschiede zum Euro

Der Löwenzahn hat nicht viele aber doch gravierende Unterschiede zum €. Für die meisten Nutzer sind diese jedoch kaum spürbar. Dies gilt natürlich nur wenn viele mitmachen und in der Region viel mit Löwenzahn bezahlt wird. 

Unterschied 1: die Nutzbarkeit

Die Nutzbarkeit ist sowohl beim € sowie auch beim LZ beschränkt. Beim Euro auf Europa, beim LZ auf den Regionalen Raum (bzw. auf die Wirtschaftsunternehmen die mitmachen). Bei Handlungen außerhalb dieses Raumes werden Wechselgebühren (beim LZ) fällig oder es gibt einen Wechselkurs (wie beim €).

 

Die Nutzung der LZ ist freiwillig, es ist also nicht garantiert, dass alle Geschäfte dieses Zahlungsmittel akzeptieren. Dies ist beim € zwar auch der Fall aber da es kaum Alternativen gibt machen alle mit.

 

Unterschied 2: die Sparbarkeit

Wer den € spart wurde belohnt und bekam Zins (momentan durch die Negativzinsen weitgehend aufgehoben), wer den Löwenzahn spart wird „bestraft“, da dieser an Wert verliert. Sparen ist beim € sinnvoll, da so bei einer Anschaffung keine Zinsen gezahlt werden müssen. Beim Löwenzahn ist Sparen nicht mehr sinnvoll, da es sowieso nur Zinslose Kredite gibt. Und wer seinen Kredit schnell wieder ausgibt der hat auch keine Kosten damit.

Durch den Negativzins der momentan von der EZB eingeführt wurde wird das Sparen auch nicht mehr lukrativ. Komisch ist hier nur wer die „Erträge“ dieses Negativzinses bekommt. Da Geld ein öffentliches Gut ist müsste man meinen, dass es wieder der Öffentlichkeit zugutekommt.  Die EZB verteilt ihre „Gewinne“ an die Europäischen Staaten heißt es, doch leider fallen nie Gewinne der EZB an, die es zu verteilen gäbe, da zuallererst immer einmal die Zinsen (der aktuellen Verschuldung) an die großen Geldgeber abgeführt werden. Heißt am Ende kommen die Negativzinsen, mit denen Kommunen, wie auch Privatpersonen belastet werden wieder wenigen Personen zugute und unterstützen nicht die Allgemeinheit. Warum Kommunen die über Vermögen verfügen überhaupt Negativzins bezahlen müssen ist fraglich, da für eine Umverteilung der Mittel innerhalb der Staatengemeinschaft ja demokratische Prozesse notwendig wären.

Unterschied 3: das investieren von Geld "Geldwachstum"

Beim € kann ein Geldbesitzer dieses in eine Firma oder ähnliches investieren. Dafür bekommt er dann von der Firma eine Rendite ausbezahlt. Heißt also er kann durch sein Geld andere für sich arbeiten lassen und sein Vermögen vermehren. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen keine Gewinne erwirtschaftet und er somit keine Rendite bekommt. Oder dass das Unternehmen sogar so schlecht wirtschaftet, dass es insolvent geht und seine Einlage damit verloren ist.

Beim Löwenzahn bestehen dieselben Risiken, das Geld wird jedoch nicht mehr, sondern bleibt gleich. Der Investor hat jedoch den Vorteil, dass er dadurch der Geldentwertung entgehen kann. Er kann also seinen Vermögensstand erhalten indem er Renditefreie Geldanlagen tätigt. Dies hat für die Unternehmen den riesigen Vorteil, dass nicht immer ein Teil des Gewinns abfließt, und somit für schlechtere Zeiten vorgesorgt werden kann. Die Geldanlage bleibt also sicherer, da das Unternehmen und die Wirtschaft in der ganzen region stabiler wird.

Die Funktionsweise des Löwenzahns

Umwandlung von € in Löwenzahn

Wer also bereit ist € in LZ zu tauschen, der wird dafür belohnt. Wenn derjenige es schafft diese LZ dann vor der nächsten Abrechnung wieder auszugeben, so hat er diesen Bonus in voller Höhe für sich.

Durch die Überversorgung 1% mehr LZ als € wird am Anfang weniger Geld auf dem Gegenwertkonto liegen als in LZ ausgezahlt wurde. Doch schon nach der ersten Entwertung ist dieses Geld wieder eingespielt. Von da ab kann dann die Entwertung der Gemeinschaft zugutekommen.

Um einen Missbrauch dieser Regelung zu vermeiden kann jeder Teilnehmer nur seine ersten 1000LZ pro Abrechnungszeitraum belohnen lassen. Das sind dann Pro Abrechnungszeitraum max. 10LZ Bonus.

Umtausch Löwenzahn in € / Rücktauschhürde

Beim Umtausch von LZ in € wird eine "Gebühr" fällig. so wird für jeden getauschten LZ 5% an Gebühr fällig. Heißt es werden 100LZ in 100€ getauscht, so wird beim der Abrechnung 5LZ Gebühr fällig.

Diese Gebühr kommt dann zum größten Teil dem ausgewählten Verein zu. Ein kleiner Teil wird dazu verwendet die Aufwände bei der Regios e.G. und beim HANaBet e.V. zu decken. 

Um die Rücktauschhürde für Unternehmen mit großem Umsatz und mit vielen festen Zulieferern außerhalb der Region nicht zum Ausschlusskriterium zu machen gibt es für Betriebe folgende Sonderregelung:

Rücktausch von 0-5.000LZ kostet 5% (also bei 5.000LZ sind das 250LZ)

Rücktausch von 5.001-50.000 LZ kostet 3% (also bei 50.000 sind das 1.600LZ (250LZ+1.350LZ))

Rücktausch von 50.000 aufwärz kostet 1% (also bei 500.000 sind das 6100LZ (250LZ+1.350LZ+4.500LZ)

 

Dieser Vorschlag kommt zwar eher den großen Unternehmen zugute. Diese haben es aufgrund ihrer Größe aber auch schwerer lokale Handelspartner zu finden und sind daher im Nachteil gegenüber den kleinen Betrieben.

Und für einen guten Wirtschaftskreislauf benötigen wir alle Betriebe.

 

Entwertung des Löwenzahns / Umlaufimpuls

Der Umlaufimpuls erfolgt immer zu den beim Start festgelegten Abrechnungszeiträumen. Aktuelle Tendenz geht richtung 40 Tage. Damit würden immer Abwechselnd Lohngeber und Lohnempfänger belastet werden und es wäre egal ob man seinen Lohn am anfang oder am Ende des Monats erhält.

Grundsätzlich funktioniert der Umlaufimpuls so, dass der Kontostand eines Nutzers zum Abrechnungszeitpunkt geprüft wird. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die LZ-Generierung und der LZ-Rücktausch während des Zeitraums festgestellt. Die Abrechnung erfolgt dann am LZ-Konto des Nutzers. Sollte dieser auf dem Konto nicht mehr so viele LZ haben um den Betrag zu begleichen, so wird er per Lastschrift in € eingezogen.

 

Die Verteilung läuft ähnlich wie beim Rücktausch. Der Großteil kommt dem Ausgewählten Verein zugute. Ein kleiner Teil fließt wieder für die Verwaltung an Regios e.G und HANaBet e.V.

Um den Umlaufimpuls für Vereine geltend zu machen ist hier die überlegung, dass sie sich nicht selbst als Verein auswählen dürfen, sondern dieser Betrag dann durch den HANaBet e.V. zugeteilt wird.

Bonusprogramm zur Akzeptanzsteigerung

Anreize den Löwenzahn anzunehmen sollten vor allem bei der Privaten Bevölkerung geschaffen werden.

1. Lohnempfänger:

Durch die 1% auf die ersten 1000€ (also 10LZ geschenkt) besteht kein Anreiz seinen Lohn in LZ anzunehmen. Hier könnte man entgegensteuern indem mann bei einem Beleg wie viel % des Lohns der Betrieb in LZ ausbezahlt einen Bonus gewährt. (z.B. 100% Lohn in LZ gibt 20LZ Bonus ; 50% Lohn in LZ gäbe dann noch 10 LZ Bonus usw. ) Dadurch wäre der Anreiz für den Arbeitnehmer größer seinen Lohn auch in LZ anzunehmen und das Unternehmen wäre vom Rücktausch entbunden.

 

2. Mietempfänger / Vermieter:

Ein anderer großer Punkt sind die Menschen die Miete empfangen. Sie haben im ersten Moment keinen Anreiz ihre Miete in LZ anzunehmen. Das kann durch einen Bonus geändert werden. Bei einer Annahme von Miete in LZ wird wieder Prozentual ein Bonus ausgeschüttet. Der Nachweis erfolgt durch die Vorlage des Mietvertrags. (z.B. 100% in LZ zugelassen ergibt einen Bonus von 10LZ ; bei 50% der Miete 5LZ usw.) Hierdurch haben Mieter die Möglichkeit ihre Miete in LZ zu bezahlen und können so ihren in LZ bekommenen Lohn auch hierfür ausgeben.

 

3. Klimabonus:

Wenn ein Nutzer ein Umweltfreundliches Projekt realisiert kann er einen Klimabonus dafür erhalten. Wie dieser gestaltet werden kann steht noch offen. Er könnte sich an der CO2 einspaarung orientieren.

Die Protagonisten

Regios e.G.

Vorteile:

 1. Kommt ihrem Ziel näher Regionalwährungen zu Unterstützen.

2. Generiert Gelder um ihr Handeln zu finanzieren.

Aufgaben:

 1. Führen des Rechenzentrums.

2. Abrechnungen durchführen.

 

Die Betriebe

Vorteile:

1. Zugewinn von Kunden, da diese die LZ nur in Leutkirch ausgeben können. (vor allem kleinere Betriebe die hauptsächlich in der Region aktiv sind profitieren hier).

2. Zinslose Gelder werden durch die Überschüsse anderer zur Verfügung stehen. (Siehe Kapitel Kredit)

3. Profitiert von den Ausgaben die Vereine tätigen durch ihre zusätzlichen Gelder.

4. Tut der Region und somit seinen Mitarbeitern etwas gutes indem er das Vereinsleben fördert.

5. Kann etwas für seinen Ökologischen Fußabdruck tun, indem er ökologische Projekte unterstützt.

6. Identifiziert sich mit der Region und gewinnt dadurch Kunden (Image) und neue Geschäftspartner

 

Aufgaben:

1.  Muss das Geld schnell weiter in Umlauf bringen (sonst -1% durch Entwertung) (kann auch als Spende an einen Verein gesehen werden)

2. Muss versuchen regionale Handelspartner zu finden. (sonst -5% durch Umtausch) (kann als Zahlungsmittelgebühr gesehen werden wie z.B. Kreditkarte)

3. Motiviert eigene Mitarbeiter und Kunden LZ auszuprobieren und zumindest teilweise umzusteigen.

4. Motiviert eigene Mitarbeiter sich in LZ bezahlen zu lassen.

5. Bietet Lohnerhöhungen nur noch in LZ aus und schreibt einen kleinen Mindestprozentsatz an LZ in neuen Arbeitsverträgen fest.

6. Führt ein Konto bei der Regios e.G. zusätzlich zu seinem bisherigen Konto.

7. Verzichtet auf Zinsen und Renditen bei Gewinnüberschüssen. (entweder wird reinvestiert oder er vergibt sein Geld in Zinslosen Krediten an andere Nutzer der LZ)

 

Die Bürger/innen

Vorteile:

1. Bekommt 1% mehr wenn er € in LZ umtauscht.

2. Profitiert von der Arbeit der Vereine, die durch das zusätzliche Geld handlungsfähiger werden.

3. Sichert seinen Arbeitsplatz, dadurch, dass die Region gestärkt wird.

4. Gehört zu einer Gruppe in der Gesellschaft (Wir-Gefühl) und erfährt dadurch einen Mehrwert.

5. Profitiert von kleinen Läden und Geschäften in der Stadt, da die Gründung für kleine Betriebe mit dem LZ leichter wird.

6. Kann Zinslos Geld bei Nutzern leihen wenn er einmal ein größeres Vorhaben hat.

7. Kann sich einfacher seinen beruflichen Traum erfüllen, da kleinbetrieben die Gründung leichter gemacht wird (Zinsfreies Geld + wirtschaftlicher Zusammenhalt innerhalb der Region.

 

 

Aufgaben:

1. Muss ein zweites Konto in LZ führen.

2. Muss sein Geld wieder ausgeben oder Entwertung in Kauf nehmen (Umlaufimpuls)

3. Sollte regionale Produkte verwenden.

4. Sollte beim Arbeitgeber anfordern sich am Löwenzahn zu beteiligen und seienn Lohn in LZ auszahlen lassen.

5. Den LZ weiter verbreiten und anderen davon erzählen.

 

Die Vereine / Initiativen

Vorteile:

1. Bekommt Einnahmen durch Entwertung (0,9%) und Rücktausch (4,9%) als Spende zur Verfügung gestellt.

2. Kann zinslose Kredite/ Gelder in Lz bekommen.

3. Die Vereinsarbeit kann durch zusätzliche bezahlte Kräfte oder andere Anschaffungen aufgewertet werden. 

4. Zinslose Kredite in LZ von der Bank aufnehmen.

5. Durch besseres Angebot werden auch die Mitgliederzahlen steigen und das Vereinsleben wird verbessert.

 

Aufgaben:

1. Hat die Aufgabe das Geld im Umlauf zu halten, also schnell wieder auszugeben und somit seinen Vereinszweck zu erfüllen.

2. Muss Firmen für Aufträge suchen, die LZ akzeptieren.

3. Muss auch Vereinsbeiträge ect. in LZ annehmen.

4. Muss ein zweites Konto führen.

 

Für den Fall, dass die Vereine/ Initiativen oder auch die Stadtverwaltung ihre LZ nicht ausgegeben bekommen wird auch hier das 1% fällig. Dies kommt dann nicht wieder der Stadt oder dem Verein zugute, sonden fließt in ein Projekt das vom HaNaBet e.V. dafür vorgesehen wird. Dieses eine Projekt allein kann 100% des LZ zurücktauschen oder ihn wenn unbedingt nötig aufheben.

Der Verein (HANaBet e.V.)

Vorteile:

1. Er kommt der erfüllung seines Vereinszwecks ein gutes Stück näher.

2. Er kompensiert den Aufwand der durch das Regionalgeld entsteht.

 

Aufgaben:

1. Aufklärung und Einführung bei den Betrieben und der Bevölkerung

2. Mittler zwischen Regios e.G. und den Verbrauchern.

3. Eigene Projekte einstellen, die unterstützt werden können.

4. Eigene Mitarbeiter in LZ bezahlen.

5. Einführung eines Bargeldes (nicht zum start, sondern erst bei Erfolg des LZ.)

 

 

Die Auswirkungen bei Erfolg des Löwenzahns

Für die Stadt

 

-          Es wird mehr kleine Dienstleister geben, da diese einen leichten Start in die Selbstständigkeit haben.

 

-          Handwerker werden sich ansiedeln.

 

-          Dienstleistungen werden öfter in Anspruch genommen.

 

-          Waren die in Leutkirch produziert werden können sind attraktiver, da die anderen effektiv 5% mehr kosten.

 

-          Mehr Arbeitsplätze durch potential in Vereinen und durch Firmengründungen.

 

-          Die Bewohner müssen weniger für ihren Lebensunterhalt arbeiten und haben mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbies.

 

-          Bewohner mit mehr Freizeit können sich besser in Vereinen und Ehrenämtern engagieren wodurch das Sozialleben in der Stadt einen zusätzlichen großen Zugewinn erhält.

 

-          Die Vereine können besser von der Stadt unterstützt werden, da mehr Geld zur Verfügung steht.

 

Für die Umwelt

 

-          Reparieren wird attraktiver, da Produkte, die nicht in Leutkirch produziert werden können 5% mehr Kosten verursachen.

 

-          Transportwege werden kürzer, da Betriebe auf regionale Kreisläufe achten.

 

-          Es ist kein Wachstum mehr nötig. Wohlstand Sicherung ist auch so gewährleistet. (zumindest für jene die Arbeiten wollen oder schon in Rente sind.

 

Für die Unternehmen

 

-          Von Leutkirchern wird mehr Geld in der eigenen Stadt ausgegeben.

 

-          Firmen in Not können von anderen gehalten werden, wenn es Überschüsse gibt.

 

-          Die Wirtschaft wird unabhängig von der Weltkonjunktur und ist dadurch Krisenresistenter als andere Regionen.

 

-          Raubbau an Unternehmen durch Renditeforderung wird gestoppt und die Unternehmen können frei wirtschaften.

 

Verschiedenes im Bezug auf den Löwenzahn

Kontoüberziehung

 

Ein Löwenzahnkonto kann um einen gewissen Betrag überzogen werden. Dieser Betrag ist Zins und Gebührenfrei.

 

Die Regios e.G. gleicht diese Überschüsse jedoch vor Ende des Abrechnungszeitraums dann wieder aus hierzu stehen ihr folgende Möglichkeiten zur Verfügung.

 

1.       Über einen zinsfreien Kredit mit kurzer Laufzeit (nur bei Kreditwürdig eingestuften Personen)

 

2.       Durch Umwandlung vom €-Konto des Nutzers in LZ. Dabei kann es natürlich passieren, dass das andere Konto überzogen wird. Welches durch das alte Zinssystem „bestraft“ wird.

 

3.       Die Schuld wird von anderer Seite ausgeglichen, welche dann ihrerseits die Forderungen an den Schuldner weiterverfolgt. In diesem Fall muss vorher ein "Haftender" benannt werden von dem Beträge abgebucht werden können.

 

Welche Lösung hier gewählt wird kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

 

 

Sparen / Spargebühren

 Sparen von Beträgen geht nur noch indem man die 1% Entwertung in kauf nimmt, oder indem man sein Geld verleiht.

Beim verleihen und leihen von Geld vermittelt der HANaBet e.V. gerne.

Es könnte aber auch sein, dass sich ein Unternehmen bildet, das (ähnlich der Bank) sich auf diese Aufgabe spezialisiert.

 

 

Kreditvergabe

 

Kredite sollen hauptsächlich direkt unter den Nutzern vergeben werden. Dabei schätzt jeder das Risiko selbst ein. Außerdem legt jeder seine eigenen Rückzahlungsbedingungen fest.

 

Vermittlung leistet gerne der HANaBet e.V.

Es kann auch dazu kommen, dass sich ein Unternehmen bildet, das wie eine Bank die Kreditvergabe mannagt.

 

Kontoführungsgebühren

 

Die Kontoführungsgebühren werden hinfällig, da die Regios e.G. über die 0,1% je Abrechnungszeitraum an jedem LZ beteiligt ist. Und bei Rücktausch bekommt sie wieder 0,1% also sind die Einnahmen gesichert und somit die Versorgungssicherheit mit LZ.

 

 

Scheingrößen und Cent-Beträge (erst bei Bargeldeinführung nötig)

Nach Rücksprache mit dem Chiemgauer ist das Starten mit Bargeld zwar eine in der Bevölkerung gern gesehene Variante, bringt jedoch hohe Startkosten und einen großen Aufwand mit sich. Daher ist es sicherer und einfacher den LZ erst einmal auf der Digitalen Ebene zu halten. 

Wenn die Währung dann richtig gut im Umlauf ist, viele Geschäfte mitmachen und daran gewöhnt sind, wird auch ein Bargeld folgen.

 

Um das Bargeld der LZ einfach zu halten kommen sollen nur Scheine in folgenden Formaten in Umlauf kommen. Münzen sind nicht vorgesehen.

 

1; 5 ; 10 ; 50 ; 100

 

Bei Beträgen, die hiermit nicht abgedeckt werden können wie z.B. 1,5€ müssen von Fall zu Fall entschieden werden. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten

 

1.       Es werden 2 LZ bezahlt und 50ct. in €-Münze herausgegeben (damit werden diese 50ct. Automatisch in LZ umgewandelt und der bezahlte vertraut auf die Sicherheit der Währung, da diese 50ct nun nicht als Ausgleich im Vereinskonto liegen.)

 

Vorsicht hier wird kein Gegenwert in € auf das Vereinskonto überwiesen. Sollte die Währung sich nicht durchsetzen können nicht mehr alle Beträge ausgezahlt werden.

 

2.       Es wird 1 LZ und 50ct. in €-Münze bezahlt. Dieser Weg ist sicherer und wird sich voraussichtlich auch so einbürgern.

 

3.       Bei Beträgen wie z.B. 4,99€ ist davon auszugehen, dass der Käufer aufrundet wenn er in LZ zahlt, ansonsten gelten die zwei vorherigen regeln.

 

 

Das Gegenwertkonto

 

Die Rückhaltung von Euros für die umgewandelten Löwenzähne ist am Anfang erforderlich, da sich das Vertrauen in die neue Währung erst einstellen muss. Sollte sich herausstellen, dass der LZ sich nicht halten kann können alle Forderungen nach € auch bedient werden. Wenn nun jedoch das Vertrauen da ist und nicht abzusehen ist, dass die neue Währung „schwächelt“ so kann der Prozentuale-Anteil an Gegenwert für den Löwenzahn auch schrittweise gesenkt werden und diese Euros könnten zum Schuldenabbau der Kommune oder für Rückkauf von Grund und Boden  dienen.

 

Kritik vorgegriffen ;)

Wenn man einen Kritikpunkt am Löwenzahn finden könnte, dann ist das der, dass die Nutzer zusätzlich zu Steuerabgaben nun noch mehr belastet werden. Das ist richtig, doch um diesen Nachteil zu beseitigen müssten wir unser Steuersystem ändern, und das ist wohl kaum möglich.  Solange die Steuer jedoch nicht angepasst ist, müssen wir die Mehrbelastung wohl als „Spende fürs Gemeinwohl“ deklarieren. Außerdem wird die Mehrbelastung der Bürger durch den 1% Umtauschbonus und die anderen Bonusprogramme weitgehend ausgeglichen. Allein die Unternehmen haben beim Handeln außerhalb des Geltungsbereichs einen Nachteil, den sie aber wie Werbungskosten sehen können.

 

Fazit

Wenn wir es schaffen die Löwenzahnwährung stark zu machen, so schaffen wir es auch unsere Region durch die kommende Wirtschaftskriese zu führen.

 

Der Löwenzahn könnte sich nach seinem Erblühen auf weitere Regionen im Umkreis ausbreiten und auch diese zum Blühen bringen. Die „Gewinne“ aus Umtausch und Entwertung würden dann fair an die beteiligten Gemeinden bzw. wird evt. sowieso an Vereine aus der jeweiligen Region  aufgeteilt werden. Bei den Beteiligten Banken muss dies noch überlegt werden.

 

Hoffen wir also, dass die Leutkircher bei der bevorstehenden Wirtschaftskriese genauso bereit sind eine Änderung in ihrem Verhalten zu machen wie bei der Corona-„Kriese“